Die Paulschule – eine Schule mit gesundheitsförderlichem Profil

 Gesundheit hat die institutionellen Rahmenbedingungen des Systems "Schule" und nicht nur den einzelnen Menschen – im Blick. Für die Schule bedeutet dies einerseits, dass die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern und des weiteren Schulpersonals (Betreuungskräfte, Sekretärin, Hausmeister, Reinigungspersonal) in den Mittelpunkt des Interesses rücken, es bedeutet andererseits, dass die Gestaltung des Lernumfeldes berücksichtigt wird.

Insgesamt zielt die Gesundheitsförderung auf eine Entwicklung ab, Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über die eigene Gesundheit zu ermöglichen und sie zur Stärkung ihrer psychischen Gesundheit zu befähigen für die weitere Lebensbewältigung.

Das Gesundheitsverständnis hat sich gewandelt; die wichtigsten Aspekte sind dabei:

  • Gesundheit umfasst nicht nur die Abwesenheit von medizinisch beschreibbarer Krankheit, sie wird vielmehr positiv bestimmt: Es wird danach geschaut, was die Gesundheit der Menschen fördert.

  • Gesundheit hebt auf das subjektive Empfinden des einzelnen ab. Gesundsein heißt demnach auch, sich psychisch und sozial wohl zu fühlen

Gesundheit ist im Lebenskontext der Menschen zu betrachten und zu bewerten, und ihr Wohlbefinden ist als Resultat einer Auseinandersetzung mit den Anforderungen ihrer Umwelt und Mitwelt zu sehen, in denen die eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen und Hoffnungen in zufriedenstellender Weise zur Geltung gebracht werden können.

Was leistet die Paulschule in der Gesundheitserziehung konkret im Unterricht?

 Die Schule ist beteiligt an den beiden Aktionen „Gesund im Mund“ und „Zahnpflege und Mundhygiene“, die über das Gesundheitsamt durch den Schulzahnarzt und geschulte Zahnarzthelferinnen jährlich durchgeführt wird. Prophylaxe findet in allen Klassen statt.

1. Schuljahr:
Tägliche Bewegungsübungen und Bewegungspausen, Körperpflege und Kleidung, Was ist gesund/ungesund?, Schulobstfrühstück und Gesundes Frühstück

2. Schuljahr:
Bewusstes Kennenlernen der fünf Sinne, Schwerpunkt: Riechen, Schmecken und Sehen, „Das Auge sieht mit.“
Besuch des Wochenmarktes, Schwerpunkt Obst und Gemüse, Zubereitung von Obstsalaten,
gesundes Frühstück mit Obst und Gemüse, Herstellung von Brotgesichtern,
tägliche Bewegungsübungen

3. Schuljahr:
Thema „Vom Korn zum Brot“ oder „Der gesunde Apfel“
Thematisierung der Ernährungspyramide , 5 Mahlzeiten am Tag, gesunde Getränke
Thema „Kartoffel“, Gerichte mit Kartoffeln zubereiten,
tägliche Bewegungspausen mit Bewegungsliedern

4. Schuljahr:
Die Körperhaltung, das richtige Sitzen in der Schule, Ranzen TüV, Maßnahmen zur Ersten Hilfe,
Verdauung der Nahrung, Nährstoffe in den Nahrungsmitteln, eigenes Ernährungsverhalten überprüfen


Bewegungserziehung beschränkt sich nicht nur auf die Sport- und Schwimmstunden, es werden für die Pausen auch einige Spielgeräte zur Verfügung gestellt. Der Förderverein unterstützt die Schule mit einigen Spielgeräten auf dem Schulhof, damit die Kinder auf dem Schulhof sinnvoll beschäftigt werden und Aggressionen auf ein Minimum reduziert werden.

Ab und zu beginnt der Unterricht bei schönem Wetter mit gemeinsamer Morgengymnastik.

Die „Paulolympiade“ ist ein besonderes Highlight im Sommer. Unter einem bestimmten Thema werden viele Bewegungsspiele aus der Kinderleichtathletik auf dem Sportplatz in den Weywiesen angeboten.

Im Bereich der Minimierung von Aggressionen setzen wir auf das Projekt „Faustlos“ und zum Thema „Prävention von Missbrauch“ laden wir Mitarbeiter von „Gegenwind“ ein, die ein 3-tägiges Seminar in den Klassen 4 durchführen.

Auch im Ganztagsbereich werden die gesundheitsförderlichen Schwerpunkte mitgetragen. Vielfältige Aktivitäten bieten sich in den Arbeitsgemeinschaften an. Beliebt sind die Fußball-, Volleyball-, Handball-, Einrad-, Tanz- und Judo AGs.

Auch der Ernährungsaspekt kommt im Ganztag zum Tragen. Es gibt Back- und Koch- Arbeitsgemeinschaften. Bei dem Mittagessen wird auf eine gesunde Ernährung geachtet.

Der Umweltgedanke, der an der Paulschule schon sehr lange durch die Einpflanz- und Auspflanzaktion mit dem Waldpädagogischen Zentrum (WPZ) gepflegt wird, ist durch die Nutzung der Pflanzkübel auf dem Schulhof, durch die Pflege der Blumenbeete am übergang zur Schule und durch das Einpflanzen von Sträuchern und einem Baum ergänzt worden.



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